Schlussgedanken II: Alles auf Anfang

Der Glauben eines Menschen oder um bei meinem Vokabular zu bleiben: der Gesamtglaube eines Menschen verändert sich durch einschneidende Erlebnisse, Prüfungen, Bestätigungen und dergleichen. Schloss Klaus hatte all diese Dinge zu bieten. Was also hat sich bei mir verändert?

Meine Beziehung zur Schrift ist eine andere geworden. So halte ich Hiob nicht mehr uneingeschränkt für eine Erzählung sondern für eine auf Tatsachen beruhende Erzählung. Ich glaube Dinge, die ich zuvor noch nicht geglaubt habe. Etwa, dass Jesus in mir lebt durch bzw. in der Kraft seiner Auferstehung.

Ein guter Ansatzpunkt, um eine Entwicklung zu überprüfen, sind Blogbeiträge, die ich zu Beginn, bzw. vor der Bibelschule geschrieben habe. Ein Glaubensbekenntnis habe ich damals nicht verfasst. Lediglich einen Beitrag, in dem ich erkläre, warum ich Glaube. Und auch das ist Teil meines Gesamtglaubens. Damals listete ich auf:

  • Biographie
  • Gotteserfahrung
  • Respekt vor der Bibel und Jesus
  • mangelnde Beweise
  • Antimainstream
  • Begeisterung für christlichen Lebensstil

Heute würde ich sagen: weil Gott mir begegnet ist. Weil sich Jesus in meinem Leben gezeigt hat. Punkt. All die anderen Gründe sind zweitrangig.

Die Tatsache, dass ich in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen bin, ist zwar wichtig, aber nicht entscheidend.

Der Respekt vor der Bibel ist erst mit der Zeit entstanden. Als Gott in mein Leben getreten ist und ich angefangen habe, ihm und an ihn zu glauben, hatte ich deutlich weniger Respekt vor der Bibel als heute. Meine Bekehrung war nicht vom Wort abhängig.

Beweise habe ich damals nicht gebraucht und brauche sie auch heute nicht. Für Beweise habe ich mich erst angefangen zu interessieren, als Menschen, die Gott nicht kannten, versucht haben, welche zu formulieren. Das hat meinen Glauben auf die Probe gestellt, zum Teil ins Wanken gebracht, zum Teil gestärkt. Aber ich würde heute nicht mehr sagen, das ich deswegen Glaube.

Ich glaube auch nicht, weil das eine Möglichkeit ist, sich abzusondern. Meine Identität hat viel mit meinem Glauben zu tun und das sondert mich ab. Ich glaube aber nicht, um anders zu sein. Alle Menschen sind Gottes Geschöpfe und ich möchte ihnen in Liebe begegnen, nicht mit Verachtung und einer hoch erhobenen Nase.

Bleibt noch der christliche Lebensstil. Der war tatsächlich immer anziehend. Wobei die Frage ist, was christlicher Lebensstil überhaupt ist. Anders ausgedrückt müsste ich spezifizieren, welchen christlichen Lebensstil ich meine. So oder so spielt es für meinen Glauben keine Rolle mehr, wie sich andere Menschen verhalten, die sich als Christ bezeichnen.

Mein Glaube hat sich verändert, genau wie die Begründung meines Glaubens. Das, was meinen Glauben ausmacht, ist klar ins Zentrum gerückt: Jesus.

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