5 Thesen zu Gut- und Schlechtmenschen

1. Es gibt immer einen, der guter ist als du

Und das ist dann logischerweise ein dummer Gutmensch. Ich kann das an einigen einfachen Beispielen erläutern: Angenommen, du kannst ganz gut Autofahren. Auf der rechten Straßenseite. Und dann kommt da jemand, der noch weiter rechts fahren kann. Den nennst du dann ja auch dummer Rechtsmensch. Oder wenn einer besser Fußballspielen kann als du. Den nennst du dann ja auch blöder Fußballmensch. Im Stadion zum Beispiel. Da singen sie ja auch immer: „blöder Fußballmensch, Schalalala.“

2. Die Welt lässt sich unterteilen in Gut- und Schlechtmenschen

Gutmensch ist ja in Wirklichkeit ein Schimpfwort. Kein Gutmensch würde einen anderen Gutmenschen abwertend als Gutmensch bezeichnen. Ich sag ja auch nicht zu meinem größten Feind: „Boah, was bistn du für ein Matthias.“ Oder: „Haha, du bist ja so ein Leverkusen-Fan.“ Neben den Gutmenschen gibt es folglich alle jene Menschen, die keine Gutmenschen sind. Sie werden Schlechtmenschen genannt.

3. Schlechtmenschen sind eigentlich keine schlechten Menschen, haben nur ein schlechtes Gewissen

Jahrelang haben nur irgendwelche Freaks Gutes getan. Sie haben Ölbohrinseln in die Luft gesprengt, Wale in die Luft gesprengt und seltsame Klamotten aus Hanf, Bananenblättern, Kartoffelsäcken oder Jutebeuteln getragen. Heutzutage sprengen die Freaks Hochhäuser und Cafés in die Luft. Dagegen ist es plötzlich en vogue, Bio zu pflanzen, Vegan zu essen, Geld zu spenden, ein Fairphone zu besitzen und Flüchtlingen zu helfen. Als schlechter Mensch ist man deswegen viel häufiger guten Menschen ausgesetzt. Total nervig.

4. Schlechtmenschen sind zu schlecht für ein Jurastudium

Eigentlich wissen Schlechtmenschen Bescheid. Sie wissen, was gut und was böse ist. Eigentlich wären sie deswegen die allergutesten Richter. Leider sind ihre schulischen Leistungen zu schlecht und sie können kein Jura studieren. Aber der Weg auf den Richterstuhl muss einem deswegen ja trotzdem nicht verwehrt bleiben, oder?

Schlechtmenschen können unterscheiden, ob ein Mensch nur aus einer widerwärtigen Mode heraus Gutes tut und deswegen eiiigentlich noch viel schlechter ist als alle Schlechtmenschen zusammen (denn gutes tun ist eigentlich einer Minderheit vorbehalten. Schlimm, wenn sich jemand einfach um seine Mitmenschen kümmert, ohne den Berechtigungsschein dafür vorgezeigt zu haben) oder ob jemand den wahren Spirit in sich trägt. Kann man ganz leicht an den Klamotten aus Hanf und und Jute ablesen.

5. Schlechtmenschen sind Neider

Gutmenschen dieser Welt, vereinigt euch und helft endlich den wahren Opfern unserer Gesellschaft. Den Schlechtmenschen. Keiner hilft ihnen. Keiner.

Ich habe noch keinen Flüchtling getroffen, der seine freiwilligen Deutschlehrer als Gutmenschen bezeichnet. Auch noch keinen Bettler, der einem Gutmenschen den gespendeten Euro ins Gesicht pfeffert. Auch noch keinen Arbeiter, der seinem Chef hinterherbrüllt: „Du scheiß Gutmensch. Kannste behalten dein 13. Monatsgehalt.“

Schlechtmenschen sind einfach neidisch auf das, was die Gutmenschen tun. Denn sie tun es anderen.

 

Bild: Sorry für das Jesusbild. Aber das ist nunmal ein christlicher Blog. Da darf man schonmal Jesus posten. Abgesehen davon ist Jesus der Ober-Gutmensch. Lässt sich einfach mal eben abknallen, damit andere ewig Leben können. Bissi übertrieben oder?
Veröffentlicht unter folgender Lizenz: CC BY-SA 3.0

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4 Gedanken zu “5 Thesen zu Gut- und Schlechtmenschen

  1. Früher, waren Römer Gut-menschen, weil sie z.B. die Christen an den Löwen verfüttert haben und alle römische Kinder für gute Noten und gutes benehmen dürften bei der Show dabei sein und das war normal.

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