Zwischenfazit: drei Monate Bibelschule

Zwischen diesem Blogbeitrag und meinem ersten: Bibelschule. Äh, what? Ist viel passiert. Ich habe einiges erlebt, bin geistlich gewachsen, habe Gott reden hören. Das sind keine besonderen Dinge:

  • Es ist ziemlich einfach, etwas zu erleben.
  • Geistliches Wachstum findet ständig statt – zumindest in Gegenwart Gottes.
  • Und dass Gott redet, ist auch nichts besonderes.

Für mich aber schon.

TLDR

Hier mal die Kurzform: Ich lebte quasi sieben Jahre in einer Art geistlichen Dürre, was sich negativ auf mein Leben auswirkte. Verantwortlich war ein Ereignis in meiner Vergangenheit und die Tatsache, dass ich mich von Gott entfernte. Gott zog mich zu sich, unter anderem dadurch, dass meine Familie die Bibelschule besuchte. Die Dürre ist vorbei und es fühlt sich abartig gut an, mit Gott wieder klar und deutlich kommunizieren zu können. Es ist, als ob mein geistliches Wachstum in den Jahren der Dürre zum erliegen gekommen wäre. Und das hole ich jetzt innerhalb kurzer Zeit wieder auf.

Frucht der Trennung

Als sich vor vielen Jahren meine damalige Gemeinde, die Jesus Freaks in Nürnberg, aufspaltete, hat mich das mehr beeinflusst, als ich all die Jahre geglaubt habe. Damals schlich sich ein heimlicher, kleiner Gedanke in mein Hirn: Allein bin ich besser dran. Und dieser Gedanke wuchs und wucherte unbemerkt in einer dunklen Ecke, bis er irgendwann so groß war, dass ich plötzlich stolz auf diese großartige Pflanze war. Allein bin ich besser dran:

  • Ich brauche keine Gemeinde
  • Ich verstehe die Bibel selbst am besten
  • Eigentlich bin ich gar kein Teamplayer
  • Ich bin ein einsamer Wolf

Kann sich jeder selbst ausmalen, wo dieser Gedanke hinführt, wenn er irgendwann zu Ende gedacht ist. Aus dem Samen der Trennung kann nur die Frucht der Trennung entwachsen.

Ein rauschender Ozean

Glücklicherweise lässt Gott einen nicht einfach so ziehen:

Nähme ich Flügel der Morgenröte und flöge zum äußersten Meer, würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.

Psalm 139,9-10

Und durch meine Frau blieb ich im Dunstkreis von Gemeinden und besuchte Gottesdienste. Durch Freunde wurde die Glut in meinem Herzen bewahrt und ich suchte nach Gott. Weil ich Gott irgendwann mein Leben gegeben hatte und er treu ist, erlaubte er nicht, dass es ernsthaft Schaden nahm.

Aber immer, wenn ich mit Gott reden wollte, wenn ich Antworten suchte, hörte ich nichts. Es war, als ob da ein gigantisches Rauschen alles überlagerte. Das Rauschen eines Ozeans. In Gesprächen mit einigen Geschwistern im Glauben wurde mir klar, dass ich die Gemeindetrennung damals nie wirklich verarbeitet hatte – und das möglicherweise ein Grund für die Blockade sein könnte. Das holte ich nach, ich bat um Vergebung und vergab selber jenen, die mich im Zuge der Spaltung verletzt hatten.

Christus in mir

Und das war, als ob der Stöpsel gezogen wurde. Der Ozean lief leer. Eines Morgens hatte ich eine sagenhafte Gotteserfahrung, so klar und deutlich wie sieben Jahre zuvor nicht. Diese Erfahrung ist mir für einen allgemeinen Blogpost zu privat. Aber ich erzähle sie gerne im direkten Gespräch weiter. Mit dieser Erfahrung zerstörte Gott meine egozentrierten Gedanken.

Das alles ist kein magisches Hokuspokus. Schloss Klaus ist auch kein heiliger Berg. Nein, es handelt sich um einfachste Bibellogik:

Nähert euch Gott, so nähert er sich euch.

Jakobus 4,8

Ich hingegen hatte mich von Gott entfernt. Und jetzt, in der Gegenwart Gottes, kann er Dinge aufdecken, die im Verborgenen Schaden in meinem Leben angerichtet haben.

Es fühlt sich wie gigantisches Wachstum an. Ich verstehe plötzlich Bibelstellen. Meine Menschenangst verschwindet. Ich kann plötzlich predigen. Meine Sicht auf viele Dinge in der Bibel ist eine ganz andere. Ich erkenne endlich diese Kraft, die in jedem Christen wohnt, die Kraft der Auferstehung. Ich beginne zu verstehen, was es bedeutet, wenn in der Bibel von „Christus in mir“ gesprochen wird.

Ich habe noch so viel zu lernen und ich bin gespannt, was in den nächsten Monaten und danach passiert.

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